Keyworddichte ade: Hallo WDF*IDF

  • 2. November 2016
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Keyworddichte bei Google
Die SEO-Welt und das Online-Marketing stehen in einem ständigen Wandel. Jeden Tag verändern sich die Strukturen, Ranking-Signale, Analyse-Tools und Algorithmen bei Suchmaschinen wie Google und Bing. Alte Optimierungswerkzeuge verlieren an Wert und werden durch neue innovativere ersetzt. Wer sich nicht ständig informiert und praktisch in der Szene lebt, verpasst den Anschluss.

Doch viele SEO-Optimierer halten immer noch an alten Traditionen fest. Dies lässt sich vor allem bei der Onpage-Optimierung der Webseite beobachten. Ein besonders heikles Thema ist dabei die Keyworddichte (Density). Viele angehende Suchmaschinenoptimierer glauben noch immer, dass man das optimale Keyword einfach sehr oft im SEO-Text, im Titel und in der Meta-Beschreibung verwenden muss, damit die Website eine Relevanz und somit auch ein höheres Ranking bekommt.

Diese SEO-Technik bei der Keyword-Density war vielleicht vor zehn Jahren noch aktuell, als die Suchmaschinenoptimierung der Website noch in ihren Kinderschuhen steckte. Heute lautet das Zauberwort “WDF/IDF” bei der SEO-Keywordoptimierung. Viele haben von diesem Begriff schon gehört. Doch was bedeutet dieser genau und wie kann ich dieses SEO-Werkzeug gezielt einsetzen? Und was bedeutet Keyworddichte eigentlich?

 

Was ist die Keyworddichte (Keyword-Density)?

Die Keyword-Density sollte eigentlich ein geeignetes Instrument der Onpage-Optimierung und dem Ranking sein. Die Keyworddichte sagt aus, wie häufig ein Keyword (Schlüsselwort) in einem SEO-Dokument, bezogen auf die Gesamtzahl aller Wörter vorkommt. In den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung war es noch eine einfache Methode, um festzustellen, ob ein SEO-Dokument für ein bestimmtes Keyword relevant ist.

Es wurde einfach ermittelt, ob und wie oft das Keyword im Text vorkam. Die so berechnete Dichte kann zwischen 0% und 100% liegen. Liegt die Keyworddichte bei 100%, dann würde der Text nur aus dem vorgegebenen Keyword bestehen. Ein SEO-Text, der auf die Keywords “Mozart” und “Musiker” optimiert worden wäre, würde sich dann nur aus diesen beiden Begriffen zusammensetzen. Dies wäre natürlich unsinnig und der Text hätte keine Relevanz.

 

Was ist die optimale Keyworddichte?

Vor mehreren Jahren gingen viele SEO-Optimierer noch davon aus, dass die ideale Dichte bei der Suchmaschinenoptimierung bei 2-5% liegen würde. Eine prozentual höhere Keyworddichte gilt als gefährlich, da dies als Spam-Signal gewertet werden kann. Bei einem Text von 100 Wörtern würde eine festgelegte Keyword-Kombination also ungefähr 2-5 mal vorkommen. Heutzutage sind solche Rechenbeispiele in der SEO-Welt hoffnungslos veraltet, denn keine moderne Suchmaschine arbeitet mehr nach solchen Parametern.

 

Veraltete Rechenweise ist problematisch

Das Problem an der alten Berechnung der Dichte besteht darin, dass der Wert zwischen 0% und 100% liegen kann. Doch die Relevanz des Dokuments ist nicht linear vom Wert der Keyworddichte abhängig. In der SEO-Praxis war es früher und auch heute noch so, dass Dokumente das Keyword oder die Keyword-Kombination mit einer bestimmten Häufigkeit enthalten, aber eine steigende Häufigkeit nicht bedeutet, dass sich auch die Relevanz erhöht. Es bringt also nichts, die Häufigkeit der Keywords über ein natürliches Maß zu erhöhen. Ein anderes Problem liegt in der Vergleichbarkeit der Texte. Bei der alten Berechnung wird einfach ein eigenes Dokument mit Keywords gefüllt.

Dabei wird jedoch vergessen, dass es im Netz noch sehr viel andere Texte gibt, die das gleiche Thema behandeln. Eine Vergleichbarkeit der Dokumente kann mit der alten Rechenweise nicht gewährleistet werden. Zudem wurden die Suchmaschinen in den letzten Jahren immer schlauer. Es reicht nicht mehr aus, nur die Keywords in den Text einzufügen, sondern vor allem themenrelevante Wörter, die die Relevanz des Textes untermauern.

 

Relevanz des Textes steigern durch themenverwandte Wörter

Google und Co. sehen sich also einen Text an und analysieren diesen auf themenverwandte Begriffe. Ein Beispiel hierfür wäre ein Dokument mit der Keyword-Kombination “Auto-Unfall”. In diesem müssten nicht nur die Terme Auto und Unfall befinden, sondern auch Begriffe, die natürlicherweise in einem Text mit diesem Thema vorkommen. Diese wären z.B. Straße, Polizei, Kreuzung, Zeugen, Schaden, Verletzte, Aufprall, Ampel.. usw. Google und Co. überprüfen also das Dokument auf eine starke Themenrelevanz.

Kommen in dem Text also keine themenverwandten Begriffe vor, stufen die Suchmaschinen diesen auch nicht als relevant für das jeweilige Thema ein. Für das Problem der Vergleichbarkeit und der Themenrelevanz gibt es jedoch ein Instrument zur Optimierung – die Within Document Frequency (WDF) und die Inverse Document Frequency (IDF).

WDF*IDF Analyse

WDF*IDF Analyse mit SEOLyze

 

Was ist WDF?

Angehende Suchmaschinenoptimierer haben diesen Begriff bestimmt schon einmal gehört. Doch was steckt eigentlich dahinter? Der WDF-Wert bestimmt die Keyworddichte in einem bestimmten Dokument. Die Keyworddichte steigt linear mit der Häufigkeit des Begriffs. Hierbei ist der WDF-Wert allerdings viel robuster als die veraltete Berechnung. Denn bei der früheren Berechnung hat die Länge des Dokuments einen entscheidenden Einfluss auf die Keyworddichte. Da der WDF-Faktor gestauchter berechnet wird, hat die Länge keine große Relevanz.

 

Was ist IDF?

Der WDF-Faktor wird also bei der Berechnung eines einzigen Dokuments verwendet. Allerdings kann dieser alleine noch keine zufriedenstellende Keyworddichte ausgeben. Terme wie “oder”,”und” oder “ist” hätten natürlich einen hohen WDF-Faktor, diese Begriffe helfen jedoch nicht bei der Steigerung der Relevanz einer Website. Es fehlt die Vergleichbarkeit und die Eindeutigkeit der Keywords. Damit eine Suchmaschine eine Webseite bewerten kann, muss sie diese mit anderen vergleichen.

Daher prüft Google und Co., welche in den Dokument verwendeten Begriffe sind geeignet und unterscheiden sich von anderen Texten. Hierbei kommt die Wichtigkeit des IDF-Werts zum Tragen. Dieser beschreibt, wie oft ein Wort innerhalb einer Sammlung von Dokumenten vorkommt. Hierzu prüft die Suchmaschine alle Dokumente in ihrem Index (alle Dokumente im Internet). Kommt der Begriff in allen Dokumenten vor, ist dieser nicht besonders gut geeignet und besitzt eine sehr geringe Wertigkeit. Wird er allerdings weniger oft verwendet erhält der Term eine höhere Gewichtung. Dadurch unterscheidet sich das Dokument von anderen und wird relevant.

 

Einsatz von WDF/IDF

Wenn man nun den WDF-Faktor mit dem IDF-Faktor multipliziert, dann erhält man für jedes untersuchte Keyword in einem Text eine Gewichtung und damit eine Relevanz. Den höchsten WDF/IDF-Faktor erhält man, wenn man ein Dokument besitzt, dass Begriffe beinhaltet, die in anderen Dokumenten nur selten vorkommen. Die WDF/IDF-Analyse ist also ein effektives Marketing-Werkzeug, um herauszufinden welche Keywords noch fehlen und welche eventuell zu oft vorkommen. Mit Hilfe von WDF/IDF-Tools können WDF/IDF-Analysen erstellt werden. Diese sind meist jedoch kostenpflichtig. Es gibt jedoch Anbieter (z.B. SEOlyze), bei denen eine einmonatige Trial-Version getestet werden kann.

Das Tool analysiert die Top 20 Webseiten der Google-Ergebnisliste für das eingegebene Keyword. Dieses gibt auch aus, welche relevanten Begriffe in diesen Dokumenten verwendet wurden und wie oft sich diese in dem zu analysierenden Dokument befinden. Man sollte beim Einfügen der Keywords jedoch vorsichtig vorgehen und ungeeignete Begriffe streichen. Beim Optimieren von Online-Shops eignet sich die WDF/IDF-Analyse übrigens gar nicht, da die Texte meist viel zu kurz sind und eine echte Überarbeitung nicht stattfinden kann. Hier kommt es auch viel mehr auf die Gestaltung des Textes, als auf die Häufigkeit von Keywords an.

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