Google Penalty: Welche Faktoren führen bei Google zu einer Abstrafung

  • 5. Dezember 2016
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Google Penalty: Penguin, Panda und co
Gerade stürmten Sie mit Ihrer neuen Website, mit einer bestimmten Keyword-Kombination und einer grundlegenden SEO-Optimierung, noch auf die ersten zehn Plätze bei Google. Doch nach wenigen Wochen bemerkten Sie plötzlich, dass Ihre Website nur noch auf den Plätzen 30 bis 40 vor sich hin dümpelt. Nun fragen Sie sich sicher, warum die Seite bei Google so abgerutscht ist.

In der Regel erhielt die Seite von Google eine Penalty. Seit der Gründung von Google im Jahr 1998 arbeiten die Verantwortlichen daran, unnatürliche und für Google illegale SEO-Methoden der Ranking-Verbesserung aufzudecken. Zu diesem Zweck wurden nach und nach Updates durchgeführt, um fehlerhafte Seiten zu erkennen. Eine Penalty kann mehrere Gründe haben. In den meisten Fällen handelt es sich um Spam. Es wurden Schlüsselwörter während der SEO-Optimierung zu oft in den Text eingebunden, man spricht vom so genannten “Keyword-Stuffing”.

Oder die Seite besitzt ein unnatürliches Linkprofil – sie wurde in einer bestimmten Zeit zu oft verlinkt oder besitzt Verlinkungen mit schlechten Webseiten. Aber auch Black-Hat-Methoden wie Doorway-Pages, Cloaking, Ip-Delivering oder Page-Jacking können zu einer Abstrafung führen. Es gibt viele Möglichkeiten einer Google-Penalty. Doch welche Faktoren führen eigentlich zu einer Penalty? Welche Updates wurden eingeführt, um eine Penalty zu vergeben? Und was sollte man vermeiden, um eine Abstrafung zu umgehen?

 

Welche Updates sorgen für Abstrafungen?

Panda

Im Jahr 2011 kam das Panda-Update in Europa das erste Mal zum Einsatz. Mit diesem prüfte Google die Webseiten auf ihre inhaltliche Qualität. Seiten, die für den Nutzer wenig hilfreichen Inhalt bereit hielten, erhielten eine Penalty. Vor allem wird hierbei die SEO-Onpage-Optimierung der Seite analysiert. Vor seiner Einführung bestimmten Offpage-Faktoren das Ranking bei Google.

Inhaltliche Unzulänglichkeiten führen zu einer Penalty. Seit dem Jahr 2011 führte Google am Panda-Update Verbesserungen durch. Noch heute werden die Kriterien des Updates von Google regelmäßig überprüft und verbessert. Der Inhalt der Seite wurde ein wichtiges Thema der SEO-Optimierung und ein Aushängeschild für eine gute Website. Doch was wird hier eigentlich überprüft?

Das Panda-Update wurde nicht nach einem Pandabären benannt, sondern nach dem Google-Mitarbeiter Navneet Panda. Dieser entwarf einen Fragenkatalog, mit dem die Vertrauenswürdigkeit und Qualität einer Seite bei Google überprüft werden kann. Unter anderem analysiert dieser, ob folgende Fragen im Rahmen der Qualität der Website positiv beantwortet können, ansonsten kann es zu einer Penalty kommen:

Würdet ihr den in diesem Artikel enthaltenen Informationen trauen?

  • • Wurde der Artikel von einem Experten oder einem Laien verfasst?
  • • Ist diese Artikel eher oberflächlich?
  • • Hat die Seite im Gegensatz zu anderen Webseiten in den Suchergebnissen einen wesentlichen Wert?
  • • Enthält der Artikel Rechtschreibfehler, stilistische oder Sachfehler?
  • • Würdet Ihr diese Seite als kompetente Quelle erkennen, wenn sie namentlich erwähnt würde?

Dies sind nur wenige Fragen des gesamten Fragenkatalogs. Google stellt jedem interessierten den gesamten Katalog unter

https://webmaster-de.googleblog.com/2011/05/weitere-tipps-zur-erstellung-qualitativ.html

zur Verfügung. Allgemein sollte man jedoch folgende Onpage-Eigenschaften vermeiden, wenn man von Google keine Penalty erhalten will:

  • • Inhaltsloser / themenfremder Inhalt
  • Duplicate Content (Doppelter Inhalt)
  • • Spam
  • • Keyword-Stuffing bei der SEO-Optimierung (Überoptimierung der Inhalte)
  • • Schlechte Nutzererfahrung

 

Penguin

Im Jahr 2012 führte Google das sogenannte Penguin-Update ein. Dieses überprüft nicht den Inhalt der Website, sondern dessen Linkprofil und die Linkqualität. Es bestimmt also die qualitativen Offpage-Faktoren der Website. Wie auch das Panda-Update, wird das Penguin-Update ständig verbessert und von Google mit neuen Daten gefüttert. Ein starker Faktor bei Penguin ist die Qualität der Anchor-Texte (Text der als Link gekennzeichnet wurde).

Wenn hierbei bei der SEO-Optimierung immer mit dem gleichen Text verlinkt wurde, dann ist dies ein Zeichen für ein unnatürliches Muster von eingehenden Links. Aber natürlich auch der verlinkende Content spielt eine Rolle. Wenn aus einem minderwertigen und nicht themenrelevanten Inhalt verlinkt wird, dann bemerkt dies Penguin. Sollten dazu noch mehrere themenfremde Links, im schlimmsten Fall mit gleichen Keyword-Anchor-Texten kommen, dann wird dies sicher eine Penalty als Folge haben. Allgemein kann man davon ausgehen, von Penguin eine Penalty zu erhalten, wenn man folgende Offpage-Eigenschaften besitzt:

  • • Links von Spam-Seiten
  • • Links von Link-Farmen (Webseiten, die nur dem Linkaufbau dienen)
  • • Links von themenfremden / irrelevanten Webseiten
  • • Gekaufte Links
  • • Links mit überoptimiertem Ankertext

 

Pirate Update: Eines von vielen Google Updates

Eher unbekannt: Das Pirate-Update geht gegen Urheberrechtsverletzungen und Sharing-Plattformen vor.

 

Weitere wichtige Google-Updates – Hummingbird, Pigeon, Phantom, Pirate

Neben den zwei Haupt-Updates führt Google regelmäßig auch andere wichtige Updates durch, die andere Bereiche der SEO-Optimierung abdecken sollen. Dazu zählt Hummingbird, Pigeon, Pirate und Phantom. Doch was machen diese eigentlich?

 

Hummingbird

Im Jahr 2013 führte Google zum ersten Mal das Hummingbird-Update durch. Hummingbird soll dafür sorgen, dass Sucheingaben bei Google besser verstanden werden. Somit ergeben sich hochwertigere Suchergebnisse. Der Nutzer soll bei Google genau das bekommen, was er sucht. Hummingbird führte auch die Abfrage per Synonym ein. Nun werden nicht mehr nur keywordrelevante Suchlisten ausgegeben, sondern themenspezifische Inhalte. Folgende Aspekte können zu einer Hummingbird Abstrafung führen:

  • • Keyword-Stuffing bei der SEO-Optimierung (Überoptimierung der Keywords)
  • • exakte Optimierung der Keywords, ohne Verwendung von Synonymen

 

Pigeon

Im Jahr 2014 führte Google das Update mit dem Namen Pigeon ein. Dieses soll dafür sorgen, dass nur hochwertige und themenrelevante Inhalte am Anfang des Suchergebnisses stehen. Vor allem der Standort der Webseite bekam jetzt mehr Gewichtung. Entfernung und Lage wurden ab diesem Zeitpunkt elementare Faktoren der Rankings. Die Websuche und Google-Maps wurden stark miteinander verbunden. Folgende Faktoren können sich nachteilig auf ein Ranking auswirken und eine Penalty herbeiführen, wenn Pigeon durchgeführt wird:

  • • Schlecht optimierte Webseiten
  • • Zu wenig qualitativ hochwertige Backlinks
  • • Fehlende Einträge in lokalen Verzeichnissen

 

Pirate

Im Jahr 2012 hat Google das erste mal das so genannte Pirate-Update durchgeführt. Mit diesem will Google vermehrt gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen. Im Mittelpunkt stehen hier vor allem Sharing-Plattformen, die illegale Raubkopien anbieten. Pirate ist eng an Meldungen an Google gekoppelt. Bei Meldung einer Seite durch einen Nutzer wird Pirate tätig. Folgende Faktoren können zu einer Abstrafung (Penalty) durch Pirate bei Google führen:

  • • Unbefugte Verwendung von geschützten Bildern und Videos
  • • Anbieten von geschützten Videos und Bildern
  • • Fehlende Zitate und Kennzeichnungen von fremden Bildern und Videos

 

Phantom

Neben den anderen Updates wirkt das Phantom-Update ein wenig gruselig. Man weiß eigentlich nicht genau was dieses macht. SEO-Experten analysierten nach der Einführung die Suchergebnisse und stellten fest, dass bei Phantom, wie auch schon bei Panda, der einzigartige Inhalt (Unique Content) im Vordergrund steht. Ziel von Google ist es, dass der Nutzer nach seiner Suchanfrage auch hochwertige, originelle und interessante Inhalte findet. Dies soll das Phantom-Update gewährleisten. Eine Abstrafung (Penalty) kann eventuell durch folgende Aspekte ausgelöst werden:

  • • Sich wiederholende Inhalte
  • • Zu dünne und inhaltsleere Inhalte
  • • Inhalte ohne konkreten Mehrwert für den Nutzer

 

Google Penalty – sorgt für bessere Nutzererfahrung

Google hat sich zum Ziel gesetzt, dass Nutzer ihrer Suchmaschine nur hochwertigen und interessanten Inhalt bekommen. Für dieses Vorhaben sorgen die regelmäßigen Updates bei Google. Penguin und Co. sollen unoptimierte Webseiten von den ersten Seiten der Suchergebnissen bei Google vertreiben. Dies gelingt Google in den letzten Jahren sehr gut. Leider spielen Backlinks aber immer noch die größte Rolle im Bereich SEO.

So kann es sein, dass Webseiten, die keinen hochwertigen Inhalt, aber sehr gute Backlinks haben, trotzdem in den ersten Plätzen der Suchergebnisse auftauchen. Google wird auch in Zukunft neue Updates entwickeln, um ihre Suchmaschine noch besser zu machen. In jedem Fall sollten Sie die schon eingeführten Updates kennen und unsere genannten Faktoren vermeiden, damit Ihre Seite keine Penalty erhält und womöglich aus dem Index verschwindet.

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